Was sich am Samstag in der Grünfeld Doppelhalle West abspielte, war weniger ein klassisches Volleyballspiel als vielmehr ein kleines sportliches Ausrufezeichen. Geschwächt durch Verletzungen, eine hartnäckige Grippewelle, militärische Abwesenheiten und Prüfungsstress an den Hochschulen reiste der STV St. Gallen Volleyball mit stark ausgedünntem Kader nach Jona.
Die Startbedingungen waren alles andere als ideal – dafür der Start ins Spiel umso besser: Der STV erwischte TSV Jona im ersten Satz eiskalt und setzte gleich ein erstes Ausrufezeichen.
Jona reagierte jedoch prompt. In den Sätzen zwei und drei übernahmen die Gastgeber das Spieldiktat und drehten die Partie zwischenzeitlich zu ihren Gunsten. St. Gallen wirkte kurz angeschlagen – aber keineswegs geschlagen.
Ab Satz vier zeigte sich dann, was Teamgeist, Wille und ein bisschen Improvisation bewirken können. Mit viel Einsatz, klugen Lösungen und grossem Zusammenhalt – unterstützt durch mutig aufgebotene Junioren aus der 3. Mannschaft – kämpfte sich der STV zurück ins Spiel. Der vierte Satz ging verdient an die Gäste, ehe im fünften Satz alle Dämme brachen und sich St. Gallen den 3:2-Auswärtssieg sicherte.
Gerade die jungen Ergänzungsspieler fügten sich nahtlos ein und zeigten, dass sie auch auf diesem Niveau bestehen können – ein starkes Zeichen für die Vereinsarbeit.
Coach Shaho Ahmadi fasste die Partie nach dem Spiel treffend zusammen:
„Wir hatten heute gefühlt mehr Abwesenheitsgründe als Spieler auf dem Matchblatt. Aber die Jungs haben Charakter gezeigt, Verantwortung übernommen und sich diesen Sieg gemeinsam erarbeitet.“
Ein Sieg, der nicht nur auf dem Matchblatt zählt, sondern vor allem für Moral, Zusammenhalt und eine breite Schulter im Team steht. 🏐💪
von Pascal
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