In der 1. Liga-Partie zwischen dem STV St. Gallen und Kanti Schaffhausen bekamen die Zuschauerinnen und Zuschauer von Beginn weg das, was man sich von einem Spitzenspiel wünscht: ein ausgeglichenes Spiel, lange und intensive Ballwechsel, druckvolle Services und immer wieder spektakulär herausgespielte Punkte. Beide Teams begegneten sich im ersten Satz auf Augenhöhe – mit viel Tempo, hoher Konzentration und spürbarem Willen, den Ton anzugeben.
St. Gallen erspielte sich im ersten Durchgang die entscheidenden Vorteile und kam zu Satzball. Doch ausgerechnet in diesem Moment folgte der Schock: Michelle verletzte sich beim 1. Satzball. Ein bitterer Moment, der das Spiel spürbar prägte. Trotz der Unterbrechung und der verständlichen Unruhe blieb St. Gallen stabil, sammelte sich nochmals und brachte den Satz mit 25:21 ins Trockene.
Nach diesem Auftakt kippte das Spiel jedoch zunehmend in Richtung Schaffhausen. Kanti trat in den folgenden Durchgängen sehr vorbereitet und variabel auf, servierte konsequent, verteidigte hartnäckig und setzte St. Gallen mit klugen Lösungen am Netz unter Druck. Bei St. Gallen hingegen ging der rote Faden verloren: Abstimmung und Konsequenz liessen nach, und die Gastgeberinnen fanden nicht mehr in den Rhythmus zurück.
Schaffhausen nutzte diese Phase abgeklärt aus. Punkt für Punkt zahlte sich die gute Vorbereitung aus – und während St. Gallen erst spät wieder Tritt fasste, waren die Gäste bereits zu gefestigt, um sich die Kontrolle noch einmal nehmen zu lassen. Die drei folgenden Sätze gingen an Kanti Schaffhausen, die damit nach verlorenem Startdurchgang die Partie zu ihren Gunsten drehte.
Gratulation an Kanti Schaffhausen zum Sieg – und vor allem: gute Besserung an Michelle.
von Lisa