Das 1. Liga Ostschweizer Derby hielt, was es versprach – und diesmal mit dem besseren Ende für den STV St.Gallen Volleyball. Nach der schmerzhaften 2:3-Niederlage im Hinspiel auswärts in Andwil setzten die St.Galler in der heimischen Sporthalle Schönenwegen ein deutliches Zeichen und holten sich mit 3:1 (25:17, 14:25, 25:21, 25:23) verdient die Revanche.
Von Beginn weg war spürbar, dass dieses Spiel mehr war als nur drei Punkte. St.Gallen agierte von Beginn an druckvoll und mit viel Präsenz am Netz. Der erste Satz ging dank starkem Service-Druck und konsequentem Spielaufbau klar an die Gastgeber. Im zweiten Durchgang riss der Faden dann jedoch plötzlich: Bei den St.Gallern stimmte aus heiterem Himmel wenig zusammen, während Andwil-Arnegg die Gunst der Stunde nutzte und vor allem mit einem sehr stabilen Blockspiel immer wieder den Rhythmus der Hausherren brach.
Doch ein Derby lebt auch von Reaktionen – und genau diese zeigte der STV. In den Sätzen drei und vier entwickelte sich ein intensiver, emotionaler Schlagabtausch mit langen Ballwechseln, lautstarker Unterstützung von den Rängen und spürbarer Spannung bis in die Schlussphase. St.Gallen blieb in den entscheidenden Momenten kühler, setzte die besseren Akzente und machte den Derbysieg schliesslich perfekt.
MVP der Partie war Nathanael Nötzli, der dem Spiel mit starken Blocks und einer hohen Angriffsquote seinen Stempel aufdrückte.
„Nach dem verlorenen Hinspiel war klar: Dieses Derby wollten wir unbedingt ziehen. Auch als im zweiten Satz plötzlich nichts mehr ging, haben wir zusammengehalten – genau das hat heute den Unterschied gemacht,“ so Nötzli nach dem Spiel.
Mit dem Derbysieg verabschiedet sich der STV St.Gallen Volleyball auf Rang 5 in die Weihnachtspause. Die Tabelle bleibt eng, das Mittelfeld dicht beisammen – und dieses gewonnene Derby dürfte mit Blick auf die Rückrunde nicht nur sportlich, sondern auch mental besonders wertvoll sein.
von Pascal